Gespeichert unter: Aus dem Alltag, Netzwelt | Schlagworte: Arbeitslosigkeit, Fiat, Kaiserslautern, Opel
Wie ich eben auf Spiegel-Online gesehen habe, ist derzeit im Gespräch beim Autohersteller Fiat, dass nur drei Werke von Opel in Deutschland bestehen bleiben sollen, falls es zu einer Übernahme kommen würde (Artikel siehe hier). Nicht dabei ist das Werk Kaiserslautern!
Sollte dieser italienische Autofrickler tatsächlich auf die Idee kommen, nach einer Übernahme von Opel das Werk in Kaiserslautern zu schließen, sind die Folgen dadurch wohl dramatisch.
Opel ist in Kaiserslautern (ja, es gibt dort tatsächlich nicht nur Fußball) der größte Arbeitgeber, und nicht nur in der Kernstadt, sondern die Rede ist hier sogar vom ganzen Landkreis. Wenn Fiat nun tatsächlich auf die Idee kommen sollte, das Werk zu schließen, dann würde das die Region Westpfalz und Kaiserslautern um die 3500 Arbeitsplätze kosten! Was das natürlich bedeutet, kann man sich ja nun ausmalen…
12% Arbeitslosigkeit hat die Westpfalz in Ungefähr zu verzeichnen. Wenn da jetzt noch dreieinhalb Tausend Arbeitslose dazukommen und der größte Arbeitgeber einer Stadt wegfällt, wie soll das dann gehen bitteschön, wenn dann noch die schlechte Arbeitsmarktlage in der Region und auch noch die derzeitige Wirtschaftskriese hinzukommt?
Nachtrag vom 05.05.2009
Wie ich jetzt im aktuellen Spiegel auf Spiegel-Online gesehen habe, soll nun das Werk in Kaiserslautern doch nicht geschlossen werden, so der Fiat-Chef in einem Interview (zum Artikel). Allerdings soll es zum Stellenabbau kommen bei einer Übernahme von Opel durch die Italiener. Naja, das kann man nun sehen, wie man möchte, denn ein genereller Stellenabbau bei einem Konzern (also ich denke mal, dass gemeint ist, dass nun alle Werke betroffen sein sollen) stellt si ch immer als ein gewagter, schwerer Schritt dar, besonders für die Betroffenen.
Zudem muss man natürlich auch bedenken, dass die Werke ja zusammengehören. Wenn Lautern schließt, dann müssen die Getriebfe- und Motorenfertigungen ausgelagtert werden, oder müssten diese von einer Fremdfirma zusammengebaut oder gar importiert werden, was zur Bedeutung hätte, dass zum einen eine Abhängigkeit geschaffen wird, und zum anderen auch Arbeitsplätze in anderen Werken betroffen sein könnten, welche eine weiterfertigung der Teile als Aufgabengebiet haben.
Noch eine kleine Anmerkung: ein Fiat-Chrysler-Opel-Konzern klingt für mich persönlich nach Größenwahn
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